Hochwasser gehören im Spreewald dazu. Wie groß die Gefahr für das eigene Grundstück ist, lässt sich auf Karten ablesen. Die aktualisierten Gefahren- und Risikokarten für Hochwasser hat das Umwelt- und Klimaschutzministeriums des Landes Brandenburg jetzt auf seiner Internetseite für die Öffentlichkeit und Behörden zur Verfügung gestellt.

Die Karten seien wichtige Grundlage für die Gefahrenabwehr, den Katastrophenschutz, die Kommunal- und Regionalplanung sowie die notwendige Eigenvorsorge, teilt Pressesprecherin Frauke Zelt mit. Die aktualisierten Karten lassen sich nunmehr über die Auskunftsplattform Wasser (APW) einsehen. Dadurch ist eine flexible Ansicht verschiedener Maßstäbe möglich. Während in den Gefahrenkarten das Ausmaß und die Wassertiefe bei den drei Hochwasserszenarien Extremereignis, Hochwasser mit einem Wiederkehrintervall von 100 Jahren und Hochwasser mit einem Wiederkehrintervall zwischen zehn und 20 Jahren dargestellt ist, beinhalten die Risikokarten mögliche nachteilige Auswirkungen. Berücksichtigt werden dabei potenziell betroffene Einwohner, wirtschaftliche Tätigkeit, Anlagen mit hohem Schadstoffpotenzial für die Umwelt, Schutzgebiete für Trinkwasser oder EU-Vogelschutzgebiete sowie das UNESCO-Weltkulturerbe.

Ein Screenshot der Hochwassergefahrenkarte (mittlere Wahrscheinlichkeit) des Umwelt- und Klimaschutzministeriums des Landes Brandenburg. Der Bildausschnitt zeigt das Spreewaldgebiet zwischen Lübben, Lübbenau und Burg. Die unterschiedlichen Blautöne geben die Wassertiefen an. Die dicken blauen Linien bilden den Verlauf der Spree ab.
© Foto: Umwelt- und Klimaschutzministerium des Landes Brandenburg

Grundlage für Überprüfung des Hochwasserrisikomanagements

Anlass für die Aktualisierung ist die Hochwasserrisikomanagementrichtlinie der EU. Sie sieht vor, dass die im ersten Umsetzungszyklus erarbeiteten Gefahren- und Risikokarten bis zum 22. Dezember 2019 überprüft und aktualisiert werden. Dabei habe das Land die im Jahr 2018 aktualisierte Hochwasserrisikobewertung zugrunde gelegt. Die Karten wurden im Land Brandenburg auf Basis der entsprechenden Empfehlungen der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser erstellt und länderübergreifend abgestimmt. Die aktualisierten Karten bilden die Grundlage für die im nächsten Schritt bis Ende 2021 zu überprüfenden Hochwasserrisikomanagementpläne.

Die Karten können hier eingesehen werden.