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Anfrage an den Kreistag 15.04.2015 zum Thema der Verkehrssituation Lindenallee in Gießmannsdorf

Anfrage an den Kreistag 15.04.2015

 

Sehr geehrter Herr Landrat Loge,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 19.01.2015 zum Thema der Verkehrssituation Lindenallee in Gießmannsdorf. Leider trifft die Analyse den eigentlichen Sachverhalt nicht richtig, da das Anliegen ein anderes ist.

Das eigentliche Anliegen ist die dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h. Hier muss unbedingt etwas für die Verkehrssicherheit in der Ortseinfahrt Gießmannsdorf getan werden. Das Überqueren der B-96 muss für jede(n) BürgerIn, ohne Angst um seine körperliche Unversehrtheit, gewährleistet sein. Dies ist momentan nicht der Fall, wie im nachfolgenden Absatz genauer erklärt wird.

Während der Bauphase der Kreisstraße K6138 nach Zieckau (Oktober – Dezember 2014) wurde genau an oben genannter Stelle eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und ein Verkehrsspiegel installiert. Dies hatte sich sehr  positiv auf die Verkehrsbedingungen an der Kreuzung B-96 und Lindenallee ausgewirkt. Die Fahrzeuge rollten nun mit einer deutlich geringeren Geschwindigkeit in den Ort, so dass Personen, die die B-96 auf Höhe der Lindenallee überqueren wollten, rechtzeitig auf herannahende Fahrzeuge reagieren konnten. Auch der Verkehrsspiegel hatte seinen Anteil an der Erhöhung der Verkehrssicherheit! Dies hatten uns die BürgerInnen mehrfach mitgeteilt.

Seit Jahren ist in der Ortslage Gießmannsdorf ein zunehmend  hohes Verkehrsaufkommen auf der B-96 zu verzeichnen. Gründe dafür sind u.a. auch das Holzwerk in Baruth und die Nutzung der B-96 als Umgehung für die Mautstrecke der Autobahn A-13. So fahren hier in beiden Richtungen zu bestimmten Zeiten relativ viele Lastkraftwagen.

Das Problem ist die nördliche Einfahrt nach Gießmannsdorf auf der B-96 aus Richtung Golßen. Unmittelbar hinter dem Ortsschild Gießmannsdorf, in den Ort hinein, schließt sich eine relativ enge Kurve an, in deren Biegung ein hoher großer Baum steht. Zwanzig Meter hinter dem Baum befindet sich dann die Einmündung in die Einbahnstraße Lindenallee. In der Lindenallee befindet sich der Gießmannsdorfer Friedhof, der von vielen Hinterbliebenen besucht wird und der einzige Flaschencontainer im Ortsteil. Wenn  Fußgänger oder Radfahrer diese Einmündung an der B-96 überqueren möchten, gehen sie ein hohes Risiko ein (Gleiches gilt übrigens auch für die Anwohner, die in diesem Bereich der Kurve der B-96 wohnen). Vom Kreuzungspunkt in Blickrichtung  Kurve kann man nur ca. 20 Meter in die Kurve schauen. Dann versperrt der große hohe Baum den weiteren Blick. Wenn nun ein Fahrzeug mit 50 km/h den Ort befährt, legt es knappe vierzehn Meter in der Sekunde zurück. Wenn wir die Reaktionszeit von 1 sec noch dazu rechnen, legt das Fahrzeug knappe achtundzwanzig Meter zurück. Damit hat ein Fußgänger eigentlich keine Chance, unversehrt die Straße zu überqueren. Oft befahren aber Fahrzeuge mit höherer Geschwindigkeit, als die festgelegten 50 km/h, den Ort (durch entsprechenden Geschwindigkeitsmessprotokolle wurde das bewiesen).

Der Verkehrsfluss der Fahrzeuge auf den Straßen soll normalerweise nicht eingeschränkt werden. Die Gesundheit und Unversehrtheit der Bürger muss aber das Primat vor dem Straßenverkehr haben. Genau das ist Anliegen für den Ort.

Wir bitten Sie, fragen an und unterstützen damit die Forderung des Gießmannsdorfer Ortsbeirats, ob hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h vom Ortsschild Gießmannsdorf (aus Richtung Golßen) bis hinter die Kreuzung B-96 – Lindenallee und dazu einen Verkehrsspiegel, wie er schon während der Bauphase der K-6138 installiert war, zu realisieren ist.