Start   Wahlprogramm   Mitglieder   Kontakt
Bürger aus Briesensee verärgert über die Schließung des Wahllokals im Ort

„Bei uns geht dann wohl keiner mehr wählen“, so Hansi Palm, der sich in seinen Bürgerrechten eingeschränkt sieht. Der Briesenseer verlangt, dass es in Briesensee, wie in jedem Dorf, ein Wahllokal gibt. „Wer kein Auto hat, soll mit dem Fahrrad wohl nach Neu Zauche fahren oder gibt es dann „Wahl“-Fahrgemeinschaften. Das Argument, dass die Möglichkeit der Briefwahl besteht, lässt er nicht gelten. „Dann können wir doch gleich zur generellen Briefwahl übergehen“, so Heidi Palm in der Bürgersprechstunde von Landtags-Einzelkandidat Frank Selbitz. 

Frank Selbitz verspricht, sich für die Briesenseer einzusetzen und beim Kreiswahlleiter den Sachverhalt zu hinterfragen. „Das Bürgerrecht der Wahl sollte jedem Bürger ortsnah gegeben werden, denn der wachsende Frust auf die Politik würde sich dadurch weiter verstärken“. Auch er sieht als Folge eine Erhöhung der Wahlmüdigkeit. „Wir schließen damit dem Bürger schon bei der Wahl aus, sein Grundrecht wahrzunehmen.“

Ob allerdings im Zuge der Gemeindezusammenlegung von Neu Zauche und Briesensee festgelegt wurde, nur noch einen Wahlort zu öffnen, blieb offen – Bürgerfreundlichkeit wäre dies aber keinesfalls. Eine andere Möglichkeit der Zusammenlegung der Wahllokale wäre, dass nicht ausreichend Bürger für den Wahlvorstand sich gemeldet haben, so dass die Wahlleiter gezwungen sind, die Wahllokale zusammen zu legen.