Die Zukunft des Krankenhauses Luckau bleibt für uns auf der Tagesordnung. Nach der ernüchternden Reaktion des zuständigen Dezernenten im Kreistag setzen wir unsere Gespräche fort und drängen darauf, die Handlungsmöglichkeiten für den Klinikstandort offenzuhalten.
Unser Kreistagsmitglied und Bürgermeisterin Andrea Schulz hat sich an das Kuratorium und den Vorstand des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin gewandt. Ihre Bitte: Die geplante Umstrukturierung zunächst auszusetzen und den bisherigen Klinikbetrieb aufrechtzuerhalten, bis die künftige Zuordnung der Leistungsgruppen im Rahmen der Krankenhausreform auf Landesebene geklärt ist. Auf dieser Grundlage sollen die Perspektiven des Standorts gemeinsam mit den Beschäftigten, anderen Kliniken und den betroffenen Kommunen bewertet werden.
Auch andere Bürgermeister haben sich bereits direkt an das Gesundheitsministerium gewandt. Darüber hinaus finden Gespräche mit verschiedenen Vertretern auf Landesebene statt. Unser Positionspapier und die Fragen zur Zukunft des Krankenhauses haben Aufmerksamkeit geweckt. Diesen Austausch führen wir weiter.
Im November wollen wir mit dem Klinikum Dahme-Spreewald über die Auswirkungen der Krankenhausreform auf die Versorgung im Landkreis sprechen – auch mit Blick auf die geplanten Veränderungen in Luckau. Uns interessiert, wie sich das Klinikum gegenüber dem Gesundheitsministerium positioniert, wie es seine wirtschaftliche Lage einschätzt und welche Möglichkeiten einer Zusammenarbeit es für die regionale Versorgung sieht.
Dabei halten wir Kontakt zu den betroffenen Beschäftigten. Ihre Erfahrungen und Hinweise sind wichtig, um die Lage beurteilen zu können. Für uns gilt: Wir prüfen Informationen sorgfältig und unterscheiden zwischen bestätigten Entwicklungen und Gerüchten. Unbelegte Behauptungen und vorschneller Aktionismus helfen weder den Beschäftigten noch den Menschen, die auf eine verlässliche medizinische Versorgung angewiesen sind.
Was wir nicht tun werden: schweigen, die Situation kleinreden oder schönreden. Wir werden weiter nachfragen, Gespräche führen und uns für eine tragfähige Zukunft der Krankenhausversorgung in unserer Region einsetzen.