Waldwandel im Spreewald

17. Juni 2026

Spätestens seit dem großen Hochwasser von 1981 befindet sich der Spreewald – heute als Biosphärenreservat geschützt – in einem tiefgreifenden Wandel. Besonders die Waldbewirtschaftung steht vor großen Herausforderungen. Dabei sind die Interessen der verschiedenen Akteure heute vielfältiger denn je.

Auf der einen Seite steht der Landesforst mit seinem gesetzlichen Auftrag, die Wälder nachhaltig und pfleglich zu bewirtschaften. Auf der anderen Seite verfolgen die Vorgaben des UNESCO-Biosphärenreservats sowie die Ausweisung von Reservatszonen und Wildnisgebieten das Ziel, natürliche Prozesse weitgehend ungestört ablaufen zu lassen.

Zwischen diesen unterschiedlichen Ansprüchen suchen Fremdenverkehrsvereine, Kommunen und touristische Anbieter nach Wegen, den Spreewald sowohl für Gäste als auch für Einheimische weiterhin erlebbar zu gestalten. Gleichzeitig überwachen staatliche Behörden die Einhaltung der geltenden Regelungen, sind jedoch vielfach selbst Eigentümer betroffener Flächen.

Vor diesem Hintergrund organisierte die UBL mit ihren Spreewälder Vertretern, dem Fraktionsvorsitzenden Frank Selbitz und der Bürgermeisterin von Alt Zauche-Wußwerk, Doreen Bochynek, bereits zum zweiten Mal ein Treffen zahlreicher Beteiligter in Neu Zauche.

Im Rahmen einer vom Fremdenverkehrsverein Neu Zauche und dem Biosphärenreservat Spreewald entwickelten „Waldwandeltour“ bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit zum direkten Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Dabei standen nicht nur die sichtbaren Veränderungen des Waldes im Mittelpunkt. Auch angrenzende Themen führten zu einem intensiven Austausch über bestehende Herausforderungen sowie zu Überlegungen für gemeinsame Lösungsansätze.

Die offene und sachliche Diskussion, geprägt von fachlichem Wissen und unterschiedlichen Perspektiven, wurde von den Teilnehmern als äußerst konstruktiv und inspirierend wahrgenommen. In der besonderen Atmosphäre des Spreewaldes entstanden neue Impulse für den weiteren Umgang mit dem Waldwandel in einer einzigartigen Kulturlandschaft.

Hier ein paar Impressionen (© Fotos Lutz Krause)