Windkraftanlagen stehen für die Energiewende – aber was passiert mit ihren riesigen Rotorblättern, wenn sie abgebaut oder ersetzt werden? Diese bestehen aus speziellen Kunststoffen wie GFK und CFK, die kaum recycelbar sind. Die Entsorgung dieser Materialien ist aufwendig, teuer und bislang nur an wenigen Orten möglich.
Vor diesem Hintergrund hat die UBL Dahme-Spreewald eine offizielle Anfrage an den Landrat gestellt. Wir wollen wissen, wie der Landkreis mit diesem wachsenden Abfallproblem umgeht – und ob es konkrete Pläne für eine umweltgerechte Verwertung gibt.
Konkret fragen wir:
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Wie wird die Entsorgung von alten Rotorblättern im Kreis organisiert?
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Gibt es Zwischenlager oder Verträge mit spezialisierten Entsorgern?
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Wie viele solcher Abfälle fallen im Kreisgebiet an – jetzt und in Zukunft?
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Und was passiert mit gebrauchten Rotorblättern, die teils monatelang offen gelagert werden, wie zum Beispiel an der A13 bei Staakow? Uns wurde berichtet, dass das Material in erheblichem Maße Bisphenol A enthält. (Link)
Aus Sicht der UBL braucht es dringend eine vorausschauende Abfallplanung und klare Regeln für Lagerung, Transport und Verwertung. Denn mit dem Ausbau der Windenergie steigt auch die Verantwortung für die Rückbaufolgen. Wir setzen uns dafür ein, dass der Landkreis nicht nur Strom aus Wind, sondern auch saubere Lösungen für den Rückbau liefert.
Sobald die Antwort des Landrats vorliegt, werden wir Sie hier informieren.
UBL Dahme-Spreewald
Für eine nachhaltige und ehrliche Umweltpolitik – auch nach der Energiewende.
@Foto: Dr. Manuela Marschetzky