Kategoriearchiv: KOMMUNEN

Mit dem Fahrrad zur Wüste: UBL-Kreistagsmitglieder bei Eröffnung des neuen Panoramastegs

11. Oktober 2026

Ein einzigartiger Blick über Deutschlands größte zusammenhängende Sandfläche: Am 10. Oktober 2026 wurde in der Lieberoser Heide ein neuer Panoramasteg eröffnet. Mit dabei waren Lutz Krause und Frank Selbitz von der UBL-Fraktion im Kreistag Dahme-Spreewald. Die beiden kamen mit dem Fahrrad – und genossen bei herrlichem Herbstwetter die besondere Landschaft.

Im äußersten Südosten des Landkreises Dahme-Spreewald gibt es eine neue touristische Attraktion. Der rund 200 Meter lange Panoramasteg an der Lieberoser Wüste ermöglicht Besucherinnen und Besuchern einen beeindruckenden Rundumblick über eine der außergewöhnlichsten Landschaften Deutschlands.

Errichtet wurde die Anlage von der Lübbener Zimmerei Klaus Altkrüger GmbH. Zur feierlichen Eröffnung am 10. Oktober 2026 waren auch die beiden UBL-Kreistagsmitglieder Lutz Krause und Frank Selbitz angereist. Sie waren die einzigen Vertreter einer Kreistagsfraktion, die an der Veranstaltung teilnahmen.

550 Hektar Sand mitten in Brandenburg

Eine Wüste in Deutschland? Die gibt es tatsächlich – mitten in der Niederlausitz. Die Lieberoser Wüste erstreckt sich über rund 550 Hektar und gilt als Deutschlands größte zusammenhängende offene Sandfläche.

Sie ist Teil der Lieberoser Heide, einer abwechslungsreichen Landschaft aus Kiefernwäldern, Mooren, Heideflächen und Seen. Die außergewöhnliche Sandlandschaft entstand durch einen Waldbrand und die jahrzehntelange militärische Nutzung als Truppenübungsplatz.

Heute steht das Gebiet unter Naturschutz. Auch wegen der noch vorhandenen Munitionsbelastung darf die Wüstenfläche nicht eigenständig betreten werden. Der neue Panoramasteg eröffnet nun die Möglichkeit, diese besondere Landschaft aus nächster Nähe zu erleben, ohne den geschützten Naturraum zu beeinträchtigen.

Zehn Kilometer mit dem Rad zur Aussichtsplattform

Mit dem Auto ist die neue Attraktion nicht direkt erreichbar. Der Weg führt über den rund 25 Kilometer langen Heideradweg durch die Lieberoser Heide.

Lutz Krause und Frank Selbitz wählten die sportliche Variante: Von Jamlitz aus radelten sie rund zehn Kilometer bis zur neuen Aussichtsplattform. Bei herrlichem Herbstwetter war schon die Anfahrt ein Erlebnis.

Mit dem neuen Panoramasteg ist die Lieberoser Heide um ein attraktives Ausflugsziel reicher geworden. Für Naturfreunde und Radfahrer lohnt sich ein Besuch – und die beiden UBL-Kreistagsmitglieder konnten sich davon gleich zur Eröffnung persönlich überzeugen.

Weitere Informationen: Naturwelt Lieberoser Heide – Lieberoser Wüste

 

 

 

 

UBL vor Ort – diesmal in Heideblick

25. September 2026

UBL LDS

Zehn Jahre mobiler Bürgerservice in Heideblick: Für UBL-Fraktionschef Frank Selbitz ein guter Grund, sich in Langengrassau vor Ort ein Bild zu machen.

Direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern, nah und unkompliziert – dieses Prinzip verfolgt die Gemeinde Heideblick mit ihrem mobilen Bürgerservice inzwischen seit zehn Jahren.

„Seit einem Jahrzehnt sind wir vor Ort und immer mit dem Ziel, die Anliegen schnell und unbürokratisch zu lösen“, erklärte Bürgermeister Frank Deutschmann anlässlich des Jubiläums.

Begonnen hatte der mobile Bürgerservice 2016 zunächst im Mieterbüro und in Kooperation in Walddrehna – damals noch mit einem Technikkoffer. Heute steht dafür ein modern ausgestattetes Fahrzeug zur Verfügung, das gemeinsam mit der Stadt Königs Wusterhausen genutzt wird.

Für Frank Selbitz zeigt das Beispiel Heideblick, wie bürgernahe Verwaltung gerade im ländlichen Raum funktionieren kann: Dienstleistungen kommen dorthin, wo die Menschen leben, und ersparen ihnen unnötig lange Wege.

Zehn Jahre mobiler Bürgerservice – ein gelungenes Beispiel dafür, dass moderne Verwaltung und Bürgernähe sehr gut zusammenpassen.

Medizinische Versorgung im Süden des Landkreises: UBL-LDS verlangt Klarheit über Folgen der Krankenhausreform

24. September 2026

Andrea Schulz (UBL), ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Golßen

Was bedeuten die angekündigten Veränderungen am Krankenhausstandort Luckau für Rettungsdienst, Notfallversorgung und die kreiseigenen Kliniken? Die UBL-LDS will diese Fragen frühzeitig geklärt wissen und hat dazu ein Positionspapier sowie eine umfassende Anfrage an den Landrat vorgelegt.

Ab dem 1. Januar 2027 sind Veränderungen bei der intensivmedizinischen Versorgung am Evangelischen Krankenhaus Luckau angekündigt. Das Krankenhaus befindet sich nicht in Trägerschaft des Landkreises. Trotzdem können Veränderungen dort unmittelbare Folgen für Aufgaben des Landkreises haben – insbesondere für den Rettungsdienst sowie für die Klinikum Dahme-Spreewald GmbH mit ihren Standorten Lübben und Königs Wusterhausen.

Genau darum geht es der UBL-LDS: nicht um die Bewertung unternehmerischer Entscheidungen des Krankenhausträgers in Luckau, sondern um die Frage, welche Folgen diese Entscheidungen für die medizinische Versorgung im südlichen Landkreis haben können.

Krankenhausreform verändert die Rahmenbedingungen

Parallel dazu wird die bundesweite Krankenhausreform konkret. Brandenburg stellt seine Krankenhausplanung auf 61 Leistungsgruppen mit verbindlichen Qualitätskriterien um. Die Leistungsgruppen sollen bis Ende 2027 zugewiesen werden; der neue Krankenhausplan des Landes soll nach aktuellem Stand zum 1. Januar 2028 in Kraft treten. (Link zum MASGZ: Umsetzung der Krankenhausreform im Land Brandenburg)

Dabei geht es nicht einfach darum, wie viele Betten ein Krankenhaus noch hat. Entscheidend wird sein, welche Leistungsgruppen ein Standort künftig erfüllen und anbieten kann. So ist nach den gesetzlichen Qualitätskriterien die Leistungsgruppe Intensivmedizin unter anderem eine Voraussetzung für die Allgemeine Innere Medizin und die Allgemeine Chirurgie. (Link zum Bundesgesetz)

Veränderungen bei der Intensivmedizin können deshalb Auswirkungen auf weitere Bereiche der stationären und der Notfallversorgung haben.

Was bedeutet das für Rettungsdienst und Klinikum?

Die UBL-LDS hat fünf Bereiche benannt, die aus ihrer Sicht jetzt untersucht werden müssen: Auswirkungen der Veränderungen in Luckau auf Patientenströme, eine Analyse des Rettungsdienstes im südlichen Kreisgebiet, mögliche zusätzliche Belastungen der Spreewaldklinik Lübben, die künftigen Leistungsgruppen der Kliniken in Lübben und Königs Wusterhausen sowie eine gemeinsame Strategie für Krankenhausversorgung, Rettungsdienst und Finanzierung für die Jahre 2027 bis 2030.

Besonders wichtig ist dabei der Rettungsdienst. Wenn bestimmte Notfälle künftig nicht mehr nach Luckau gebracht werden können, können sich Transportwege verlängern und Rettungswagen länger gebunden sein. Deshalb sollen insbesondere die Auswirkungen auf die Rettungswachen Luckau, Golßen und Walddrehna und auf die Einhaltung der Hilfsfristen untersucht werden.

Gleichzeitig muss geklärt werden, ob und in welchem Umfang die Spreewaldklinik Lübben zusätzlich Patientinnen und Patienten aufnehmen müsste – und ob dafür ausreichend personelle, räumliche und medizinische Kapazitäten vorhanden sind.

29 Fragen an den Landrat

Mit einer ausführlichen Anfrage an den Landrat will die UBL-LDS deshalb wissen, welche Erkenntnisse der Kreisverwaltung bereits vorliegen, welche Folgenabschätzungen vorgenommen wurden und welche Vorsorge getroffen wird.

Gefragt wird unter anderem nach den künftigen Möglichkeiten der Intensiv- und Notfallversorgung in Luckau, den Auswirkungen auf Transportzeiten und Rettungsmittel, den beantragten Leistungsgruppen und den Ergebnissen der Gutachten des Medizinischen Dienstes für Lübben und Königs Wusterhausen sowie nach möglichen finanziellen Belastungen für den Landkreis.

Außerdem soll der Landrat darlegen, welche Maßnahmen der Landkreis zur dauerhaften Sicherung einer flächendeckenden stationären und notfallmedizinischen Versorgung plant und ob dem Kreistag noch 2026 eine Gesamtanalyse vorgelegt wird.

Der Gesetzgeber lässt der Krankenhausplanung unter bestimmten Voraussetzungen ausdrücklich Möglichkeiten, Leistungsgruppen auch dann zuzuweisen, wenn dies zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung zwingend erforderlich ist. Auch diese Handlungsspielräume sollen für den ländlichen Raum frühzeitig geprüft werden. (Link zum Krankenhausgesetz Bund)

Die UBL-LDS will deshalb nicht erst reagieren, wenn sich Versorgungslücken zeigen. Der Kreistag braucht rechtzeitig belastbare Informationen darüber, welche Veränderungen bevorstehen und welche Konsequenzen sie für Patienten, Rettungsdienst, kreiseigene Krankenhäuser und den Kreishaushalt haben können.

Die vollständigen Unterlagen:

→ Positionspapier „Medizinische Versorgung im südlichen Dahme-Spreewald 2027–2030“
→ Anfrage an den Landrat zu Krankenhausreform und Krankenhausstandort Luckau

© Foto: Wikipedia Creative Commons

Kreishaushalt: Erst die Wahrheit auf den Tisch – dann über Kürzungen reden

11. September 2026

Pressemitteilung der Gemeinsamen Unabhängigen Bürgerliste (UBL) zum Doppelhaushalt 2026/2027 des Landkreises Dahme-Spreewald

Das Innenministerium hat zentrale Zweifel der UBL am Doppelhaushalt des Landkreises bestätigt. Die Konsolidierungsmaßnahmen müssten verstärkt und die Aufgaben des Landkreises flächendeckend auf Notwendigkeit und Effizienz geprüft werden, schreibt das MIK.

Genau das fordern wir seit Monaten. Bereits im Februar haben wir in unserem Beitrag „Haushaltssicherung heißt Verantwortung – nicht Verwaltung des Stillstands“ verlangt, Aufgaben, Organisation und Stellenplan grundsätzlich zu überprüfen und Digitalisierung und KI zur Effizienzsteigerung einzusetzen. Im März haben wir unter „Enttäuschung und Entsetzen“ auch den Umgang mit unseren Sparvorschlägen und den kleinen Fraktionen kritisiert.

Haushaltswahrheit statt Sparen auf dem Papier

Bevor jetzt bei Bürgern, Vereinen oder Kommunen nach weiteren Kürzungen gesucht wird, sollte der Landkreis zunächst seine eigenen Zahlen auf den Prüfstand stellen.

Ein Beispiel sind die nicht besetzten Stellen. Über eine realistische Reduzierung der dafür eingeplanten Personalkosten wurde im Kreistag lange gestritten. Nun hebt selbst das MIK ausdrücklich eine realitätsnahe Veranschlagung unbesetzter Stellen als notwendig hervor und bezeichnet die konkrete Personalkosten-Leitplanke zugleich als nur eingeschränkt belastbar.

Noch gewichtiger sind alte Ausgabeansätze. Nach den vom MIK geprüften Unterlagen wurden aus Vorjahren Ermächtigungen von insgesamt fast 94 Millionen Euro übertragen – rund 85,5 Millionen Euro für Investitionen und 8,3 Millionen Euro für die laufende Verwaltung. Das MIK verlangt ausdrücklich, solche übertragenen Ermächtigungen kritisch zu prüfen, zu begrenzen und Investitionsansätze gegebenenfalls zu reduzieren.

Das ist für uns eine Frage der Haushaltswahrheit: Was 2025 nicht umgesetzt wurde und auch 2026 voraussichtlich nicht umgesetzt wird, darf nicht einfach immer weiter durch den Haushalt geschleppt werden. Wo keine rechtliche Verpflichtung und keine realistische Umsetzung besteht, müssen Ansätze reduziert oder neu veranschlagt werden.

Was wird 2026 tatsächlich ausgegeben?

Deshalb wollen wir jetzt zuerst den unterjährigen Bericht zur Haushaltsauslastung zum 30. Juni 2026 sehen. Erst dann lässt sich seriös beurteilen, wie groß die tatsächliche Deckungslücke noch ist.

Vielleicht zeigt sich dann, dass weniger Leistungen gestrichen werden müssen, als es das gegenwärtige Zahlenwerk vermuten lässt. Vielleicht nicht. Aber bevor den Bürgern weitere Einschnitte zugemutet werden, gehören die tatsächlichen Zahlen auf den Tisch.

Wir fordern deshalb:

  • den Haushaltsvollzug zum 30. Juni 2026 vollständig offenzulegen,
  • nicht besetzte Stellen und deren tatsächliche Personalkosten realistisch anzusetzen,
  • alle aus Vorjahren übertragenen Ausgabeermächtigungen darauf zu prüfen, ob sie 2026 wirklich noch benötigt werden,
  • und parallel endlich interne Abläufe, Doppelstrukturen und Personalbedarf konsequent mit modernen Organisationsmethoden, Digitalisierung und KI zu überprüfen.

Das MIK selbst verlangt stärkere Konsolidierung. Und es kritisiert sogar, dass jährlich 16,2 Millionen Euro Einsparungen eingeplant wurden, ohne konkrete Maßnahmen dafür zu benennen. Dieser pauschale Betrag macht nach Angaben des Ministeriums 77 Prozent des vorgesehenen Konsolidierungsvolumens aus.

Morgens die Unterlagen, abends die Entscheidung

Umso befremdlicher bleibt das Verfahren: Am 10. September um 10:50 Uhr wurden den Fraktionsvorsitzenden die neuen Unterlagen übersandt. Noch am selben Abend sollte der Finanzausschuss darüber beraten und entscheiden.

Gerade kleine, ehrenamtlich arbeitende Fraktionen können umfangreiche Haushaltsunterlagen nicht innerhalb weniger Stunden sachgerecht prüfen und intern beraten. Wir sind nicht dazu gewählt worden, Vorlagen abzunicken.

Unser Grundsatz bleibt deshalb einfach: Erst Haushaltswahrheit schaffen, dann sparen – und zuerst dort, wo der Landkreis selbst effizienter werden kann. Bevor Bürger und Kommunen belastet werden, muss jede vermeidbare Ausgabe im eigenen Haus auf den Tisch.

(Anm. d. Red.: Das Symbolbild wurde mit KI erzeugt)

Großer Bahnhof in Lübben

9. Juli 2026

Frank Selbitz – UBL-Fraktionsvorsitzender

Nachdem der Bahnhof Lübben im Jahr 2004 zum schönsten Kleinstadtbahnhof Deutschlands gekürt wurde, ist er nun — nach weiteren zwei Jahrzehnten Bauzeit — auch verkehrstechnisch vollständig erschlossen. Zwischenzeitlich hatte sich sogar Mario Barth in einer Fernsehsendung seine Gedanken über den Fortgang der Arbeiten gemacht.

Nun ist es so weit: Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Personenunterführung am Bahnhof Lübben am 8. Juli 2026 erhält die Stadt erstmals einen barrierefreien Zugang von der Westseite. Damit verbessert sich die Anbindung für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie die Verknüpfung von Bahn, Bus, Auto und Fahrrad.

Zeitgleich mit der Fertigstellung der Unterführung wurde durch die Stadt ein neues Zugangsbauwerk auf der Westseite errichtet. Es umfasst eine überdachte Bike-and-Ride-Anlage, zusätzliche Fahrradstellplätze, einen neu gestalteten Vorplatz mit Sitz- und Wartebereichen sowie moderne Beleuchtung und Begrünung.

Für das rund 800.000 Euro umfassende Vorhaben der Stadt stellte das Land Brandenburg Fördermittel in Höhe von 720.000 Euro aus der ÖPNV-Förderrichtlinie bereit.

Mit beiden Projekten entsteht erstmals ein vollwertiger westlicher Bahnhofszugang. Damit wird ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung in Lübben fertiggestellt.