Archiv der Kategorie: KOMMUNEN

Enttäuschung und Entsetzen: UBL prangert Verhalten im Kreistag an

27. März 2026

Pressemitteilung der Gemeinsamen Unabhängigen Bürgerliste (UBL) zum Doppelhaushalt 2026/2027 des Landkreises Dahme-Spreewald

Kreistagsmitglieder der UBL nach der Kreistagssitzung vom 25.3.26 sprachlos über den Umgang mit den Bürgermeistern und den Anträgen der „kleinen” Fraktionen

Die letzte Sitzung des Kreistages Dahme-Spreewald wirkt noch lange nach. Unsere Gefühle reichen von Frust, Enttäuschung bis hin zu Entsetzen. Natürlich wissen wir um die schwierige Lage der Verwaltung und haben Verständnis, dass die aktuellen Umstände erheblichen Druck erzeugen. Doch was in der letzten Kreistagssitzung geschehen ist, entzieht sich unserem Verständnis.

Was war passiert?

Alle Bürgermeister erfolglos gegen den Haushaltsentwurf des Landkreises Dahme-Spreewald

Das hat es noch nie gegeben. Alle Bürgermeister des LDS stellen sich gemeinsam gegen den Haushaltsentwurf des Landkreis Dahme-Spreewald. Es geht um den Haushalt 2026, die Steuereinnahmen gehen in den Keller. Erste Städte ziehen bereits die personelle Reißleine. Die Kreisstadt Lübben schickt die Mitarbeiter ihrer Tourist-Information in die Arbeitslosigkeit. Mitarbeiter aus Verwaltung und Kita müssen entscheiden, ob sie Änderungskündigungen mit weniger Stunden akzeptieren oder ihren Job ganz verlieren.

Nur einer unterstützt sie an diesem Sitzungsabend: Der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) Dahme-Spreewald, Frank Selbitz. Die Bürgermeister applaudieren aus den Gästereihen für seine deutlichen Worte und fangen sich dafür einen Ordnungsruf durch den Vorsitzenden und den Landrat ein.

Städte und Gemeinden haben keine Luft mehr zum Atmen

Die Städte und Gemeinden sind durch extrem gefallene Steuereinnahmen von einem Jahr zum anderen am Limit, sie haben keine Luft mehr zum Atmen und keine Zeit, ihre Ausgaben der Situation anzupassen. Das erste Quartal 2026 ist bereits rum! Sie sehen sich gezwungen, nach den Kündigungen auch die letzten freiwilligen Leistungen für das Leben ihrer Bürger in ihren Orten zu streichen. Die, die das kommunale Leben gerade noch lebenswert machen, wie Mini-Vereinsförderungen von 100 € pro Jahr – GESTRICHEN.

Die Kreistagsfraktion der UBL greift diese Einwände auf und vermisst dabei den sichtbaren Sparwillen des Landkreises. Eine »Personalleitplanke« im Haushaltssicherungskonzept ist ein bloßes Versprechen, aber kein verbindliches Handeln!

LDS gönnt sich mit Unterstützung von SPD und CDU ein klares »Weiter so!«

Die Verwaltung legt einen überarbeiteten Haushalt vor, der am Ende des Jahres womöglich ein klein wenig näher am tatsächlichen Ausgabebedarf für 2026 liegen wird. Und diesmal also »nur« um einen hohen einstelligen Millionenbetrag abweicht… Doch echte Konsequenzen, wie sie in den Städten und Gemeinden gezogen werden müssen, sucht man in diesem Haushalt vergebens! Der Haushalt 2026/2027 ist ein klares „Weiter so!“, die tatsächlich vorgenommenen Einsparungen eine Posse. Dennoch: die Fraktionen von SPD und CDU winken ihn durch.

Kämmerer sortiert weitreichende Einsparvorschläge der UBL-Fraktionen aus 

Die UBL machte weitreichende Einsparvorschläge, die sich an den tatsächlichen Ausgaben der Vorjahre orientieren, diese wurden in einer ersten Stellungnahme des Landkreises bereits im Januar jedoch allesamt vom Tisch gewischt.

Das Pikante daran: Der Vorschlag, die Personalkosten auf dem Vorjahresniveau einzufrieren, wird dann doch angenommen, nämlich als dieser fast gleichlautend als gemeinsamer Antrag von SPD und CDU einen Monat später eingebracht wird!

Die UBL hakte nach und fragte den Kämmerer Stefan Klein, wie das passieren konnte. Der antwortete: „Dass Ihre Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung nicht geprüft werden, liegt daran, dass sie sowieso nicht mehrheitsfähig sind.”

Lutz Krause, Mitbegründer der UBL, hat so etwas in 36 Jahren noch nicht erlebt. Und auch Ralf Irmscher, Vorsitzender des Amtsausschusses im Amt Schenkenländchen, ist entsetzt. Kein bisheriger Landrat und kein Kämmerer haben derart in den politischen Willensbildungsprozess des Kreistages eingegriffen, wie jetzt Sven Herzberger und Stefan Klein.

Wird hier Demokratie nach 35 Jahren gerade neu definiert?

Aber das ist an diesem Abend nur die Spitze des Eisberges.

Gemeinsame Stellungnahme aller Bürgermeister und Amtsdirektoren wird ignoriert

Dass der Finanzbedarf der Gemeinden gleichrangig mit dem Finanzbedarf des Landkreises zu berücksichtigen ist – so steht es im Gesetz – interessiert in der Kreisverwaltung in diesem Jahr keinen.

Der Kämmerer behauptet, von den Städten und Gemeinden keine Stellungnahmen erhalten zu haben und erkennt die gemeinsam von allen Bürgermeistern und Amtsdirektoren unterzeichnete Stellungnahme nicht an. Begründung: Sie trägt den Kopfbogen der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft, das Bündnis des Städte- und Gemeindebundes, ohne dessen Stellungnahme übrigens im Landtag Brandenburg kein Gesetz beschlossen wird. Relevanz für die Kreisebene: offenbar keine.

Über den mehrmals eingebrachten Änderungsantrag der UBL, zunächst nur den Haushalt für das Kalenderjahr 2026 zu beschließen, um zum Einen erst einmal handlungsfähig zu sein und zum Anderen für die kommenden Haushalte die Kommunikation und die Beteiligung der Gemeinden neu zu sortieren, lässt der Vorsitzende erst gar nicht abstimmen!

Landkreis tritt kommunale Familie mit Füßen

Der Kreis finanziert sich zu einem großen Teil durch die Kreisumlage und wird von den kreisangehörigen Gemeinden finanziert. Da er kaum eigene Steuern erhebt, bilden diese Umlagen das finanzielle Rückgrat zur Deckung seiner Ausgaben. Also wird der größte Teil der Belastung von den ohnehin schon klammen Kommunen getragen. Wie der Landkreis in seiner prekären Finanzsituation mit den ihm anvertrauten Steuergeldern umgeht und demokratische Prozesse mit Füßen tritt, lässt die Bürgermeister und Amtsdirektoren, die UBL und BVB/Freie Wähler fassungslos zurück.

Die Neuordnung der Mehrheitsverhältnisse aus SPD und CDU auf der Landesebene ist offensichtlich in aller Realität auch im Landkreis Dahme-Spreewald angekommen. Für die von den Bürgern direkt gewählten, meist parteilosen Bürgermeister, die weit ab von der großen Politik vor Ort nur das Beste für ihre Einwohner wollen, ein Schlag ins Gesicht! An wirklich guten Lösungen haben scheinbar nur noch die unabhängigen Protagonisten ein Interesse.

Mitglieder der von SPD und CDU angeführten Fraktionen sollten daher dringend überdenken, ob sie dieses demokratiefremde Vorgehen von Verwaltung, SPD und CDU noch mittragen können und wollen.

Die UBL jedenfalls kann es nicht. 

Anm.: Das mit KI erstellte Beitragsbild dient nur der Erregung von Aufmerksamkeit und stellt keine reale Situation dar. (Red.)

Haushaltssicherung heißt Verantwortung – nicht Verwaltung des Stillstands

15. Februar 2026

Der Landkreis steht vor einer finanziellen Entwicklung, die bei unverändertem Kurs unweigerlich in eine dauerhafte strukturelle Überschuldung führt. Die vorliegende Erwiderung der Kämmerei beschreibt zahlreiche Einzelmaßnahmen, bleibt aber in ihrer Grundhaltung defensiv und vermeidet die entscheidenden Strukturentscheidungen.

Haushaltssicherung ist kein Selbstzweck und kein formaler Akt zur Genehmigungsfähigkeit. Sie ist ein Instrument, um künftige Generationen vor politischer und finanzieller Handlungsunfähigkeit zu schützen. Dafür braucht es mehr als „abgewogene Ansätze“ – es braucht klare Prioritäten und echte Einschnitte an den richtigen Stellen.

Personal: Der zentrale Hebel wird nicht genutzt

Der größte Ausgabenblock des Landkreises sind die Personalkosten. Die Kämmerei verweist auf Deckelungen, Prüfverfahren und pauschale Minderansätze. Das ist Verwaltung des Mangels, keine Konsolidierung.

Unsere Forderungen:

  • Eine verbindliche, externe Organisations- und Aufgabenuntersuchung für die gesamte Kreisverwaltung – nicht irgendwann, sondern sofort.
  • Jede Aufgabe ist ergebnisoffen zu prüfen: Pflichtumfang, Bearbeitungstiefe, Notwendigkeit.
  • Keine automatische Wiederbesetzung freiwerdender Stellen. Nicht „prüfen“, sondern begründen müssen, warum eine Stelle weiterhin erforderlich ist.
  • Verbindliche Personalfolgenabschätzungen bei Digitalisierung: Wo Prozesse automatisiert werden, müssen Stellen perspektivisch entfallen oder umgewidmet werden.

Personalabbau bedeutet nicht Entlassung. Er bedeutet Umbau, Umverteilung und Verzicht auf weiteres Anwachsen eines Apparates, den wir uns langfristig nicht mehr leisten können.

Pflichtaufgaben sind kein Freibrief für maximale Ausgaben

Immer wieder wird argumentiert, Einsparungen seien wegen gesetzlicher Pflichtaufgaben kaum möglich. Das greift zu kurz.

Pflichtaufgaben definieren das „Ob“, nicht das „Wie“.

Unsere Forderungen:

  • Systematische Überprüfung aller Pflichtaufgaben auf:
    • Organisation
    • Servicelevel
    • interne Prüfschritte
    • Berichtstiefen
  • Reduktion übererfüllter Standards („Goldplating“), wo rechtlich zulässig.
  • Klare politische Festlegung, welches Leistungsniveau der Landkreis sich realistisch leisten kann.

Wer jede Pflichtaufgabe automatisch maximal auslegt, entscheidet sich faktisch gegen Haushaltssicherung.

Investitionen: Folgekosten endlich ehrlich rechnen

Der Landkreis investiert viel – insbesondere im Bildungsbereich. Das ist grundsätzlich richtig. Aber Investitionen sind keine Einmalentscheidungen, sondern dauerhafte Kostenverpflichtungen.

Unsere Forderungen:

  • Priorisierung aller Investitionen nach 20-Jahres-Folgekosten, nicht nach politischer Dringlichkeit.
  • Zeitliche Streckung oder Streichung von Projekten mit hohem Personal- und Unterhaltsbedarf, sofern keine zwingende rechtliche Verpflichtung besteht.
  • Keine neuen freiwilligen Investitionen, solange die dauernde Leistungsfähigkeit nicht gesichert ist.

Haushaltsdisziplin beginnt nicht beim Bauen, sondern beim Betrieb danach.

Digitalisierung und KI: Sparinstrument statt Zusatzbelastung

Digitalisierung wird häufig als Zukunftsversprechen benannt, entfaltet aber ohne Konsequenzen keine Sparwirkung.

Unsere Forderungen:

  • Digitalisierung nur dort, wo sie nachweislich Prozesse vereinfacht und Personal bindet oder freisetzt.
  • Verzicht auf Digitalisierung als Parallelstruktur („alt + neu“).
  • Einsatz moderner Automatisierung und KI bei Standardverfahren – mit klarer Zielgröße für Personalreduktion oder Umwidmung.

Digitalisierung ohne organisatorische Konsequenzen ist teuerer Stillstand.

Interkommunale Zusammenarbeit konsequent ausbauen

Nicht jede Aufgabe muss in jedem Landkreis vollständig vorgehalten werden.

Unsere Forderungen:

  • Verpflichtende Prüfung gemeinsamer Lösungen mit Nachbarlandkreisen bei:
    • IT
    • Vergabe
    • Spezialverwaltungen
    • Fachverfahren
  • Politische Zielvorgabe: keine doppelten Strukturen ohne zwingenden Grund.

Kooperation ist kein Verlust von Souveränität, sondern ein Gewinn an Effizienz.

Haushaltsklarheit statt Haushaltskosmetik

Die Erwiderung der Kämmerei zielt stark auf formale Genehmigungsfähigkeit. Das reicht nicht mehr.

Unsere Forderungen:

  • Ehrliche Darstellung der strukturellen Defizite.
  • Klare Konsolidierungsziele mit überprüfbaren Zeitachsen.
  • Keine Verschiebung von Problemen in Sonderhaushalte, Rückstellungen oder die Zukunft.
  • Ein Haushalt, der nur heute genehmigungsfähig ist, aber morgen kollabiert, ist politisch verantwortungslos.

Fazit

Der Landkreis hat kein kurzfristiges Liquiditätsproblem, sondern ein strukturelles Organisations- und Steuerungsproblem.

Halbherzige Einsparungen, Prüfaufträge ohne Konsequenzen und zeitliche Verschiebungen werden uns nicht retten – sie verlängern lediglich den Weg in die Überschuldung.

Haushaltssicherung heißt:

  • Priorisieren
  • Verzichten
  • Umbauen
  • Handeln – jetzt

Alles andere überlässt die Rechnung kommenden Generationen. Und das können wir uns nicht mehr leisten.

UBL fordert Streichung von 125 Stellen im Landkreis

29. Januar 2026

Pressemitteilung der UBL

Lübben. „Seit Jahren schleppen wir in der Haushaltsplanung des Landkreises über 100 unbesetzte Stellen mit“, so UBL-Fraktionschef Frank Selbitz. UBL hat in ihrer Stellungnahme zum HH-Plan-Entwurf von Landrat Sven Herzberger diese für die letzten fünf Jahre akribisch aufgelistet. „jedes Jahr müssen wir so circa zehn Millionen Euro an Ausgaben einplanen, die den Haushalt des LDS belasten. Schlimmer noch, sie müssen finanziert werden und das geschieht unter anderem auch über die Kreisumlage“, so Selbitz, der vom parteilosen Landrat fordert, „endlich ehrlich zu sein. Konnte der Landkreis in „goldenen Zeiten“ sich diese Vorratswirtschaft leisten, so ist in der Zeit des Sparen (Müssens), die Zeit für einen realistischen Blick. „Da soll bei freiwilligen Ausgaben, bei der Kinderbetreuung, bei Sozial- und Jugendarbeit gespart werden, die „heilige Kuh“ der Vorratswirtschaft muss geschlachtet werden“, fordert die UBL-Fraktion von Landrat Herzberger.

„Der Landkreis könnte damit die Kreisumlage, die Städte, Ämter und Gemeinden belastet, um circa zwei Prozent senken. Das ist Geld, das dort dringend benötigt wird“, rechnet Fraktionschef Selbitz vor und erinnert Landrat Herzberger daran, dass er vor zwei Jahren, als Bürgermeister, noch am anderen Ende des Tisches saß. „Die Zeit des Abnickens und Durchwinkens unter Alt-Landrat Loge und der großen Koalition ist vorbei, sind wir ehrlich zu uns selbst“, fordert die UBL. „Wir können die Stellen bis Ende 2027 auf Eis legen“, bietet Selbitz den anderen Fraktionen an, „sie im Haushalt zu verankern, tragen wir nicht mit“.

Stellungnahme der UBL zur Haushaltsplanung 2026/2027

28. Januar 2026

Die UBL- Fraktion im Kreistag Dahme-Spreewald hat sich zur aktuellen Haushaltsplanung des Landkreises positioniert. Mit Blick auf die finanzielle Situation in den kreisangehörigen Gemeinden können wir dem vorgelegten Haushaltsentwurf nicht zustimmen. Im Ergebnis führt der seit Jahren überhöhte Planansatz, insbesondere bei den Personalkosten zu einer zu hoch angesetzten Kreisumlage. Eine Nachberechnnung und Erstattung zu viel gezahlter Kreisumlagen ist gesetzlich nicht vorgesehen. Deshalb fordern wir künftig eine realistische und an die Ergebnisse der Vorjahre gebundene Planung. Allein die Reduzierung der Personalkosten auf die tatsächlich besetzten Stellen würde eine Reduzierung der Kreisumlage um ca. 2,5 Prozent bedeuten.

Nach der Vorstellung der Eckwerte zum Haushalt 2026/2027 in den Ausschüssen am 14.01.2026 und 15.01.2026 durch den Kämmerer Stefan Klein bittet die Fraktion der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) Dahme-Spreewald die Verwaltung um folgende Maßnahmen:


1. Anpassung der Erheblichkeitsgrenzen und Haushaltssatzung

1a) Reduzierung der Erheblichkeitsgrenzen

Reduzierung der Erheblichkeitsgrenzen gemäß § 70 Abs. 2 BbgKVerf von
5.000.000 € auf 3.000.000 €.

1b) Ergänzung der Haushaltssatzung (§ 6 Abs. 1)

Aufnahme einer zusätzlichen Verpflichtung zum Erlass einer Nachtragssatzung:

„c) ab einer Verbesserung des Jahresfehlbetrages im Haushaltsjahr 2026 um
3.000.000 Euro auf … € und im Haushaltsjahr 2027 um 3.000.000 € auf … €
mit entsprechender Neufestsetzung des Hebesatzes für die Kreisumlage.“


§ 6 Haushaltssatzung – Wertgrenzen (neu)

(1) Die Erheblichkeitsgrenzen nach § 70 Abs. 2 BbgKVerf, ab welchen jeweils eine Nachtragssatzung zu erlassen wäre, werden wie folgt festgesetzt:

a) bei Erhöhung des geplanten Fehlbetrages

  • im Haushaltsjahr 2026 um 3.000.000 Euro auf 46.124.705 Euro,

  • im Haushaltsjahr 2027 um 3.000.000 Euro auf 40.049.783 Euro

b) bei bisher nicht veranschlagten oder zusätzlichen Einzelaufwendungen oder Einzelauszahlungen auf 3.000.000 Euro

c) ab einer Verbesserung des Jahresfehlbetrages

  • im Haushaltsjahr 2026 um 3.000.000 Euro auf … €,

  • im Haushaltsjahr 2027 um 5.000.000 Euro auf … €,
    jeweils mit entsprechender Neufestsetzung des Hebesatzes für die Kreisumlage.


2. Prüfung weiterer Einsparvorschläge

2.1 Personalaufwendungen

Reduzierung der Personalaufwendungen durch Veranschlagung nur der durchschnittlich zum 30.06. der letzten Jahre besetzten Stellen.
Mehrbedarfe können nach entsprechenden Stellennachbesetzungen per Nachtrag beschlossen werden.

2.2 Produktbereich 31–35

Insbesondere Produkt 31200 – SGB II-Leistungen

Fortführung des Jahresergebnisses für Transferaufwendungen im Jahr 2024 in Höhe von 25.000.000 € als Planansatz für die Jahre 2026–2029, da mit einer weiteren Reduzierung der Zahlen der Bedarfsgemeinschaften gerechnet wird.
Mehrbedarfe müssen per Nachtrag beschlossen werden.

2.3 Produktbereich 36

Reduzierung des Zuschussbedarfes auf 90.000.000 € für die Jahre 2026–2029.
Mehrbedarfe müssen per Nachtrag beschlossen werden.


Ergänzung zur Stellungnahme vom 22.01.2026

3. Einfrieren unbesetzter Personalstellen

Die UBL-Fraktion fordert das Einfrieren unbesetzter Personalstellen bis zum 31.12.2027 und damit eine Reduzierung der Kreisumlage um 2,44 %.

Die vom Landrat vorgeschlagene Absenkung des Stellenplanes in der Kreisverwaltung um lediglich 1 % pro Jahr (entspricht ca. 870 T€ jährlich) ist angesichts des massiven Personalaufwuchses vergangener Jahre vollkommen unzureichend.

Die UBL-Fraktion fordert daher, die Nachbesetzung offener Personalstellen bis zum 31.12.2027 auszusetzen.


Begründung

  • Die Personalaufwendungen bilden im Haushalt 2026 mit 17 % nach den Transferaufwendungen die zweithöchste Aufwandsposition.

  • Der Haushaltsplan weist 1.178 Stellen und Personalaufwendungen von knapp 87 Mio. € aus.

  • Durchschnittlich entstehen 2026 je Personalstelle Aufwendungen in Höhe von 73,8 T€.

  • In den Jahren 2022–2025 blieben jährlich durchschnittlich 140 Stellen unbesetzt, was zu 10 Mio. € geringeren Aufwendungen führte.

  • Die Jahresergebnisse verbesserten sich um 11,3 Mio. € (2023) und 17,8 Mio. € (2024).

  • Für 2025 wird erneut eine Verbesserung im zweistelligen Millionenbereich erwartet.


Fazit

Mit Blick auf die desolate Finanzsituation aller Kommunen des Landkreises Dahme-Spreewald fordert die UBL-Fraktion endlich eine sparsame und ehrliche Haushaltsplanung.
Es muss Schluss sein mit überhöhten Haushaltsplänen und überhöhten Kreisumlagen.

Die UBL fordert daher:

  • das Einfrieren unbesetzter Stellen bis zum 31.12.2027

  • sowie eine Reduzierung der Kreisumlage um 2,44 %

Strahlende Kinderaugen

18. Dezember 2025

Andrea Schulz (UBL), ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Golßen

Am 17. Dezember 2025 hatte ich einen ganz besonderen Termin, wohl auch mein schönster Termin als Bürgermeisterin in diesem Jahr.
Ich durfte 45 Weihnachtsgeschenke an die „Kleeblatt-Einrichtungen“ des Amtes Unterspreewald übergeben. Die Kleeblatt-Kinderheime gibt es in unserem Amt seit 1996, im nächsten Jahr also bereits seit 30 Jahren. Sie bieten Kindern in jedem Alter in kleinen Häusern mit maximal acht Plätzen ein zweites Zuhause. Die meisten Kinder besuchen die Golßener Grundschule und die Kindergärten des Amtes. Bereits in diesem Zusammenhang konnte ich mich von dem besonderen Engagement der Betreuer überzeugen. Als mir der Weihnachtsmann nach dem Golßener Weihnachtsmarkt dann die Geschenke übergab, die er nicht verteilen konnte, wusste ich sofort, wo sie Kinderaugen zum Strahlen bringen können.
Die ehrliche Freude der Kinder und die Herzlichkeit der Betreuer wirken noch heute bei mir nach.
Ich bedanke mich bei der Kleeblatt Familie für den herzlichen Empfang und für den unvergesslichen Einblick in euer „Wohnzimmer“. Ich bin mir sicher, ich komme wieder.