Kategoriearchiv: KOMMUNEN

Start der landkreisweiten Museumspädagogik

19. April 2021

Frank Selbitz

Der Museumspädagogische Dienst des Landkreises Dahme-Spreewald hat im April seinen Dienst aufgenommen. Das Projekt wird gemeinsam vom Landkreis und sieben Ämtern, Gemeinden und Städten getragen. Dank eines vorzeitigen Maßnahmebeginns können zwei Museumspädagoginnen bereits jetzt erste Ideen umsetzen, freut sich auch Saskia Irmscher (UBL/FW/FWKW) vom Freilichtmuseum Germanische Siedlung Klein Köris e.V.

Das digitale Auftakttreffen am 12. April mit den Förderern und musealen Einrichtungen des Landkreises hat aufgezeigt, wie groß das Interesse am Museumspädagogischen Dienst ist.

Madline Riemer und Janina Schneider werden künftig verschiedene Zielgruppen ansprechen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Einheimische und Touristen. Ihre Ziele sind die Stärkung von kultureller Teilhabe für alle und die bessere Vernetzung zwischen den unterschiedlichen musealen Einrichtungen und regionalen Partnern.   In Zukunft werden Museumskoffer gepackt, Wettbewerbe und Veranstaltungen koordiniert sowie Weiterbildungen angeboten. „Das ist besonders jetzt wichtig, in der es gilt: Kultur eine Zukunft zu geben“, so Saskia Irmscher.

Unser Mitglied Saskia Irmscher im Germanenkostüm

Beitragsbild: … da haben sich die Bewohner der germanischen Siedlung einst einen idealen Platz in der Natur zum Leben ausgesucht. Neugierig geworden? Schauen Sie doch einmal vorbei und reisen mit uns 2.000 Jahre zurück in die Vergangenheit.
© http://www.germanische-siedlung-klein-koeris.de/seite/374396/verein.html

Kreisausschuss 14.04.2021 Beschlussvorschlag

6. April 2021

Frank Selbitz, Vorsitzender der Gemeinsamen Unabhängigen Bürgerlisten im Landkreis Dahme-Spreewald, Kreistagsabgeordneter im LDS

Der Kreisausschuss des Kreistages des Landkreises Dahme-Spreewald beschließt, dass der Landrat dem vorliegenden Entwurf des sachlichen Teilregionalplanes „Grundfunktionale Schwerpunkte“ der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald“ nicht zustimmt.

Begründung:

Die Ergebnisse der Diskussion zum Entwurf des sachlichen Teilregionalplanes „Grundfunktionale Schwerpunkte“ der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald“ zeigen, dass die Stellungnahme des Landkreises Dahme Spreewald im Rahmen der förmlichen Beteiligung zum Entwurf des sachlichen Teilregionalplanes „Grundfunktionale Schwerpunkte“ der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald“ vom 28.09.2020, ergänzt am 15.10.2020, nicht berücksichtigt wurde (Stand AKIMB 23.03.2021).

Da die entsprechende Beschlussfassung bereits am 22. April 2021 stattfinden soll, besteht die Notwendigkeit zur Festlegung einer Positionierung des Landkreises (Empfehlung zum Abstimmungsverhalten des Landrates) zeitnah.

Wohnen in Dahme-Spreewald

6. April 2021

Wer in den Spreewald ziehen will, findet kaum noch Baugrundstücke. Damit könnte der Speckgürtel-Boom an den Dörfern im Süden vorbeigehen. Jetzt will der Landkreis die Gemeinden beim Baugrundstücke-„Backen“ unterstützen.

Das kommunale Planungsrecht ist der Schatz, den es zu heben gilt. Doch da hapert es bei einigen Kommunen, warum es so wenig neuen Wohnraum gibt. Der Landkreis Dahme-Spreewald will jetzt genau in diese Bresche springen.

Der Landkreis Dahme-Spreewald unterhält seit Jahren einen millionenschweren Fördertopf namens Kreisstrukturfonds. Dessen Vergaberichtlinien werden gerade überarbeitet. Dabei wartet die Kreisverwaltung angesichts der brennenden Diskussion mit einem neuen Teil-Topf auf: der „Raumentwicklung“. Daraus sollen Kommunen bei besagter Bauleitplanung unterstützt werden.

Auf allen Ebenen war die Notwendigkeit deutlich geworden. Der Lübbener Kreistagsabgeordnete Frank Selbitz (UBL) begrüßte im Kreisentwicklungsausschuss den neuen Fördertopf: „Das ist hier einer der entscheidenden Punkte für die Entwicklung des LDS für 2030plus“, also für die kommenden Jahrzehnte, unterstrich er. „Wir haben die Entwicklung mit der Speckgürtelausdehnung in die erste, zweite und auch schon in die dritte Reihe“, charakterisierte er den Ansiedlungsdruck. „Damit dürfen wir die Kommunen nicht allein lassen.“

Quelle LR, 06.04.2021

Ein Blick in den Süden des Landkreises …

22. März 2021

Kommentar des Fraktionsvorsitzenden Frank Selbitz

… in dem „die sorbisch/wendische Kultur seit Jahrhunderten die Geschichte und die Identität der Bewohner des Landkreises Dahme-Spreewald prägt und dieser eine besondere Verantwortung zum Bewahren und Sichern dieses reichen kulturellen Schatzes trägt, ist UBL überzeugt, dass wir gemeinsam – die BürgerInnen des gesamten Landkreises, Kreistag und Kreisverwaltungen – mit Sabrina Kuschy als Beauftragte für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden einen richtigen Weg eingeschlagen haben“.

 

Angelegenheiten der Sorben/Wenden

15. März 2021

Ein Brief von Frank Selbitz, Vorsitzender der Gemeinsamen Unabhängigen Bürgerlisten im Landkreis Dahme-Spreewald, Kreistagsabgeordneter im LDS

An die

Vorsitzende des ABSK
Frau Mieritz

Vorsitzender des Kreisausschusses
Herr Landrat Loge

Beauftragte für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden
Frau Kuschy

Betrifft: Nachfragen zur Vorlage 2021/021

Sehr geehrte Frau Mieritz, sehr geehrter Herr Landrat Loge, sehr geehrte Frau Kuschy,

vorangestellt sei (schmunzelnd), dass es uns erfreut, dass Sie, sehr geehrte Frau Kuschy, als Beauftragte für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden, dem Kreistag gegenüber die „Beichte“ ablegen oder handelt es sich um den „Bericht“?  (Quelle Informationsvorlage 2021/024 im Ratsinformationssystem, 15.03.2021).

Einerseits ist nach einjähriger erfolgreicher Tätigkeit als Beauftragte für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden der richtige Zeitpunkt sowohl für einen Bericht als andererseits auch die vorösterliche Zeit für eine Beichte.

Allerdings befinden wir uns im Landkreis Dahme-Spreewald im Niedersorbischen Bereich und dieser ist im Gegensatz zum Obersorbischen Bereich nicht vom katholischen Glaubensbekenntnis geprägt, so dass es sich wohl doch um einen Bericht handelt, zu dem dann auch öffentlich angefragt werden darf.

Sehr geehrte Frau Kuschy,

der sehr ausführliche erste Bericht in Ihrer Tätigkeit als Beauftragte für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden beschreibt ausführlich und vollumfänglich sowohl die Situation der Sorben/Wenden im Landkreis, ihre gebietskörperliche Struktur, Brauchtum, Kultur, Sprache und Tradition andererseits aber auch die Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung sowohl durch die geschaffenen Strukturen im Landkreis, in Brandenburg und über das Bundesland hinaus.

Ihr Bericht gibt einen umfassenden Einblick in Ihre erfolgreiche Tätigkeit in der komplizierten Situation der Zeit der Corona-Pandemie und dürfte durch Ihre mündlichen Erläuterungen in den vorbezeichneten Ausschüssen abgerundet werden.

Bereits jetzt sei es uns gestattet, Sie zu bitten, in den mündlichen Ausführungen auf folgende Fragestellungen einzugehen:

  1. Gibt es Ihrerseits einen Überblick (Schätzung) über die Zahl der in unserem Landkreis wohnenden Sorben/Wenden, wohlwissend, dass seit dem Ende des II. Weltkrieges keine Statistiken über Minderheiten in Deutschland geführt werden dürfen?
  2. Im Rahmen des Strukturwandels (auch) in der Lausitz führen Sie die speziellen Möglichkeiten zur Pflege und Förderung der sorbisch/wendischen Identität an (Seite 7). Neben den angeführten Beispielen führen Sie aus, dass „das sorbisch/wendische Volk… ein wichtiger Schlüssel für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz (darstellt)“.

Wie gestaltet sich diesbezüglich die Zusammenarbeit mit dem Rat für die Angelegenheit der Sorben/Wenden beim Landtag?

  1. Neben der Auflistung erfolgreicher Projekte des Jahres 2020 geben Sie final einen Ausblick auf Veranstaltungen des Jahres 2021.

Neben Planung und Durchführung dieser Projekte wird sich das Augenmerk Ihrer Arbeit nicht nur auf diesen (kurzen) Zeitraum richten, sondern auch „strategische“ Überlegungen in Ihrer Tätigkeit Einfluss haben.

Würden Sie diese bitte im Rahmen Ihrer mündlichen Präsentation näher ausführen.

Ihrem zusammenfassenden Resümee „dass die sorbisch/wendische Kultur seit Jahrhunderten die Geschichte und die Identität der Bewohner im südlichen Teil des Landkreises Dahme-Spreewald prägt und dieser eine besondere Verantwortung zum Bewahren und Sichern dieses reichen kulturellen Schatzes trägt, sei nur hinzugefügt, dass wir gemeinsam die BürgerInnen des gesamten Landkreises, Kreistag und Kreisverwaltungen mit Ihnen als Beauftragte für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden einen richtigen Weg eingeschlagen haben.