Kategoriearchiv: KOMMUNEN

Hoffnung? Eine Anfrage der UBL an den Landrat

11. Januar 2021

Eine Anfrage von Lutz Krause, Vorsitzender der SVV Mittenwalde zur Covid-19-Situation im LDS

Sehr geehrter Herr Loge,

im Interview mit der MAZ war zu erfahren, wie schwierig bzw. nicht zufriedenstellend die Situation mit Covid-19 und deren Folgen ist. Ich empfinde es auch nicht für zielführend, wenn immer über die Vergangenheit und deren Fehler geredet wird, anstatt über eine bessere Bewältigung in der Zukunft nachzudenken!

Auch wenn es nervend erscheint, es soll die Mobilität des/der einzelnen begrenzt werden, deshalb die Frage, könnte ein Bus als mobiles Impfzentrum für den ländlichen Raum bzw. anderweitig eigesetzt werden?

Lutz Krause, Vorsitzender der SVV Mittenwalde

Stellungnahme zum Entwurf des Haushaltsplans des Landkreises Dahme-Spreewald für die Jahre 2021 und 2022

2. Januar 2021

Fraktion UBL/FW/FWKW

Sehr geehrter Herr Landrat,
sportlich, sportlich, was Sie den Kreistagsmitgliedern abverlangten. Am 23.11.2020 erhielten wir den Entwurf des HH-Planes (in Papierform), um bereits in der darauf folgenden Woche in den Sitzungen der Ausschüsse die Meinungen, Hinweise und Anregungen aus den Fraktionen diskutieren zu können.
Dadurch waren die fraktionell langfristig abgestimmten Termine, so auch unsere Fraktionsklausur zum HH-Plan-Entwurf, Makulatur.
Nicht jeder der im Ehrenamt tätigen Kreistagsmitglieder fand in diesem Zeitrahmen die Möglichkeit die ca. 1.500 Seiten des Entwurfs, sowie die Anlagen sich anzuschauen und zu werten. Von der Möglichkeit, sich innerhalb der Fraktion ein Meinungsbild zu verschaffen, um im Wesentlichen eine abgestimmte Position zu vertreten, konnte (leider) ohnehin in diesem Zeitfenster nicht gesprochen werden.
Trotzdem fanden wir einen Termin mit dem Kämmerer, Herrn Klein, dem wir für die Erläuterungen und die Beantwortung unserer Anfragen und Aufnahme unserer Hinweise ausdrücklich danken.
Das sei vorweg angemerkt, wenn eine gewohnt inhaltsreiche, sach- und fachorientierte Stellungnahme Ihnen diesmal im vorgesehenen Zeitfenster der Fraktionsstellungnahme nicht zugearbeitet werden konnte, bitten wir Sie um Verständnis.

Der Haushalt auf einen Blick – Stellungnahme zur Begründung der Vorlage

„Für das Jahr 2021 wird von einem deutlichen Anstieg der Erträge aus laufender Verwaltungstätigkeit in Höhe von 22,6 Mio. Euro ausgegangen.“ (Seite 2) Diese (kreislicherseits erfreuliche) Entwicklung setzt sich in 2022 mit einem positiven Saldo von ca. 388.000 Euro fort.

Erstaunt nehmen wir zur Kenntnis, dass Sie „Weitere erhebliche Einnahmesteigerungen gegenüber der ursprünglichen mittelfristigen Planung mit dem Doppelhaushalt 2019/2020 ergeben sich u. a. …durch höhere Erträge bei den Benutzungsgebühren für Rettungsdienstleistungen…“ anführen.

Sollte dies wirklich so sein, dass die Benutzungsgebühren für Rettungsdienstleistungen nicht nur die Leistungen für die Vorsorge, Bereitstellung und Nutzung für den Leistungsfall erbringen, sondern darüber hinaus dazu dienen, dem Kreishaushalt Finanzmittel zufließen zu lassen, erbitten wir eine Würdigung und Begründung dieses Sachverhaltes. 

Der Hebesatz der Kreisumlage wurde unter Berücksichtigung der sinkenden Steuereinnahmen und dem damit verbundenen höheren Finanzbedarf der kreisangehörigen Kommunen (vgl. Vorbericht Seite 25ff) für das Jahr 2021 – gegenüber der Nachtragsplanung – um drei Prozentpunkte auf 35% abgesenkt. Für das Jahr 2022 wird der Hebesatz zunächst auf 39% der Umlagegrundlagen der Städte und Gemeinden angehoben. Durch diese Anhebung würden sich die Erträge aus der Kreisumlage im Jahr 2022 gegenüber dem Jahr 2021 allerdings um ca. 300 Tsd. Euro verringern.

Jedoch führt dies zu einer absoluten Steigerung für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden von 11,07 Mio. € in 2021 und dto. Fast in gleicher Höhe in 2022. Vor dem Hintergrund, dass im Ergebnis der Corona-Pandemie ein schwerer Einbruch der Weltwirtschaft auch auf die finanziell zur Verfügung stehenden Mittel der kreisangehörigen Kommunen durchschlagen wird und in diesen der finanzielle Handlungsspielraum sich weiter einengen wird, stellen wir den

Antrag 1

Die Kreisumlage für 2021 auf 33,0 Prozent festzulegen.

Antrag 2

Die Kreisumlage für 2022 auf 35,0 Prozent festzulegen.

Dies ermöglicht stark von der Kreisumlage betroffenen Städten und Gemeinden, selbst aktiv finanzielle Mittel für die Entwicklung Ihrer Stadt bzw. Gemeinde einsetzen zu können.
Andererseits partizipieren nicht alle Städte und Gemeinden von dieser Absenkung von zwei Prozent, die sich bei ca. 6,5 Mio. € bewegen wird.
Diesen Städten und Gemeinden sollen die guten Erfahrungen des Kreisstrukturfonds nützen, die durch den Kreis zielgerichtet ausgereichten Mittel erhöht werden.

Antrag 3

Der Kreisstrukturfonds wird für das Jahr 2021 auf 5 Mio. € aufgestockt.

Antrag 4

Der Kreisstrukturfonds wird für das Jahr 2022 auf 5 Mio. € aufgestockt.

Sehr geehrter Herr Landrat,

uns ist selbstverständlich bewusst, dass der Haushaltsplan-Entwurf im ordentlichen Ergebnis ein Manko von 9,7 Mio. € ausweist, dass sich durch diese beiden Anträge um ca. 9,5 Mio. € erhöhen würde. Nach aktuellen Angaben und der Beratung der Fraktion mit dem Kämmerer, Herrn Klein, am 08.12.2020 würde das Ergebnis für 2021 dann noch eine verbleibende Rücklage von ca. 67 Mio. € aufweisen.
Auch wenn mittelfristig diese Rücklagen abschmelzen, so lehren die Haushaltsabschlüssen der vergangenen zwölf  Jahre, dass das eintretende Ergebnis stets deutlich positiver ausfällt als das erwartete.

Sehr geehrter Herr Landrat,

schneller, höher, weiter … Das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos prophezeit dem Landkreis Dahme-Spreewald in der aktuellen Wirtschaftsstudie bis zum Jahr 2030 Spitzenpositionen in der Entwicklung – also eine blühende Zukunft.

Doch wo blüht 2030 noch etwas? Sicher ist diese Frage überspitzt, doch der Preis für diese wirtschaftliche Entwicklung ist hoch, zu hoch. So lesen wir, außer in der Auflistung der Ämter der Kreisverwaltung, im Vorwort des Entwurfes zum Haushaltsplan kein einziges Mal die Wörter Naturschutz, Umweltschutz oder Klimaschutz. Doch gerade das sind die Probleme unserer Zeit, die es im Interesse unserer Kinder und Enkel zu meistern gilt.

Der Preis für unsere Entwicklung soll also unsere Lebensgrundlage; Wasser, Boden, Biosphäre, Klima … sein.  Keine einzige Maßnahme zum Schutz und Erhalt derer findet sich im gesamten Haushaltsplan-Entwurf. Die ökologischen Ansätze beschränken sich auf „investorenfreundliche Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur“ oder „Bau von (asphaltierten) Fahrrad(schnell)wegen“ …

Wir fordern Sie auf, gemeinsam mit uns, aktiv zum Erhalt und Schutz unserer Lebensgrundlagen Maßnahme jetzt zu ergreifen, die irreparable Schäden an Natur, Landschaft und Klima verhindern.

 

Sorben/Wenden in Dahme-Spreewald

13. Dezember 2020

Erster Landkreis wird Domowina-Fördermitglied

Dahme-Spreewald wird als Landkreis offiziell aufgenommen – warum das als Meilenstein in der 100-jährigen Geschichte des sorbisch-wendischen Dachverbandes gelten darf.

Ein Meilenstein in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Dachverbandes der Sorben/Wenden ist Ende vergangener Woche gesetzt worden: Der Bundesvorstand hat den Antrag auf Fördermitgliedschaft des Landkreises Dahme-Spreewald in der Domowina Bund Lausitzer Sorben angenommen – einstimmig. Mit diesem pionierhaften Votum sei erstmals eine kommunale Gebietskörperschaft Teil des sorbischen/wendischen Dachverbands geworden. Den Weg dafür hatte ein einstimmiger Beschluss des Kreistags Dahme-Spreewald Ende Oktober freigemacht.

„Dieser Schritt ist nicht nur wichtig für das Bewusstsein, die Historie unserer Niederlausitzer Heimat, sondern auch für das künftige Wirken in Sprache und Kultur“, so UBL/FW/FWKW-Fraktionsvorsitzender Frank Selbitz.

 

StS Drescher in LDS?

1. Dezember 2020

Aktuell wird in den Medien darüber diskutiert, ob Herr Dr. Drescher der richtige Beigeordnete als Nachfolger von Herrn Saß als Sozialdezernent im Landkreis Dahme-Spreewald sei.

„Uns ist (offiziell) der Vorschlag nicht bekannt. Seitens der Kreisverwaltung gibt es keine diesbezügliche Vorlage für den Kreistag. Auch über eine andere Form der Information verfügen wir aktuell nicht. Außer einem Schreiben von Herrn Dr. Drescher, über das Büro des Kreistages, dass er sich in der Fraktion vorstellen möchte,  verfügen wir über KEINE Information. Schlussfolgernd können wir keine Stellungnahme abgeben.“

Frank Selbitz – Fraktionsvorsitzender

Brückenneubau und Straßensanierung

27. November 2020

UBL LDS

Baustart in Lübben 

Brandenburgs Verkehrsstaatsekretär Rainer Genilke, der Referatsleiter Straßenbau des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, Frank Süsser, der Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge, der Vorsitzende des LS-Vorstands, Edgar Gaffry und der Bürgermeister der Stadt Lübben, Lars Kolan haben heute den Bau der neuen Brücke und die damit verbundene Sanierung der Bundesstraße B 87 in Lübben gestartet.

Lars Kolan, Bürgermeister der Stadt Lübben, sagte: „Wir freuen uns, dass es an der B87 weitergeht. Gleichwohl stehen den Lübbenern, ihren Gästen und den Anwohnern der Umleitung anstrengende Monate verkehrlicher Einschränkungen und Belastungen bevor. Mit den Erfahrungen aus dem Bau des ersten Abschnitts am Ernst-Houwald-Damm und einem stets kurzen Draht aller Akteure zueinander werden wir auch diese Herausforderung meistern.“

Bis zum Frühjahr 2023 wird die neue Brücke Mühlendamm über den Umflutkanal in Lübben und die Ortsdurchfahrt im Zuge der B 87 zwischen dem Dreilindenweg und der Brücke ausgebaut.

Abschied von der alten Bogenbrücke nach 74 Jahren nahm auch der Fraktionsvorsitzende der UBL Frank Selbitz bei einer letzten Kahnfahrt am vergangenen Wochenende