Kategoriearchiv: THEMENSCHWERPUNKTE

Verwaltung verweigert Vorlage des Haushaltsplanentwurfs für 2024 für die Stadt Golßen

16. Februar 2024

Pressemitteilung der UBL Golßen

In der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Golßen stand in diesem Jahr bereits zweimal die Beratung zum Haushalt 2024 auf der Tagesordnung. Doch zu einer Beschlussfassung kam es nicht und ist auch nicht für die kommende Sitzung am 26. Februar 2024 absehbar.

Der Grund: Den Stadtverordneten wird kein vollständiger Haushaltsplan vorgelegt, mit der Begründung, dass der Entwurf mit den bisher vorliegenden Zahlen „als rechtswidrig“ einzustufen wäre. 

Der von der UBL geforderte vollständige Entwurf wurde von der Verwaltung verweigert, weil „der Aufwand für die komplette Erstellung des „Papierhaushaltes“ inklusive Vorbericht … in keinem Verhältnis zur Erarbeitung der Haushaltspläne für die übrigen Gemeinden steht.“ (Zitat der stellvertretenden Kämmerin).  Wir sagen: Auch die Größe der Stadt Golßen und die von der Stadt Golßen zu zahlende Amtsumlage, um diese Verwaltung zu finanzieren steht in keinem Verhältnis zu der Größe und dem finanziellen Anteil der übrigen neun Gemeinden des Amtes!

 

Nachdem innerhalb von zwei Wochen eine zweite Sitzung zur Haushaltsberatung einberufen wurde, in der Hoffnung nun mit einem vollständigen Haushaltsentwurf arbeiten zu können, setzte sich die UBL-Fraktion mit dem mageren Zahlenwerk und den Haushaltsplänen der Vorjahre auseinander und brachte als einzige Fraktion eine lange Liste an ernstzunehmenden Vorschlägen zur Haushaltskonsolidierung mit in die Sitzung. 

 

Das Ergebnis ist ernüchternd – die Verwaltung legte zu dieser eigens zur Haushaltsberatung einberufenen Sondersitzung am 12. Februar 2024 weder neue Unterlagen, einen Haushaltsentwurf noch Vorschläge zur Haushaltssicherung vor und es kam noch schlimmer: Alle Vorschläge der UBL-Fraktion, die unter anderem dazu führen sollten, dass wir noch im Februar einen genehmigungsfähigen Haushalt bekommen und trotzdem an den freiwilligen Aufgaben, wie Bibliothek, Schwimmbad, Funktionsgebäude für den Sportplatz, Vereinsförderung und Stadtfest festhalten können, wurden von der Verwaltung abgelehnt ohne ernsthaft geprüft worden zu sein und ohne, dass die Stadtverordnetenversammlung die ablehnenden Argumente überprüfen konnte. 

 

Damit bleibt die Stadt Golßen leider weiter in der vorläufigen Haushaltsführung.

 

Auch bleibt festzuhalten, dass das Problem vor dem die Stadt Golßen steht, kein finanzielles Problem ist, denn die Einnahmesituation der Stadt ist gut. Ursache ist vielmehr ein Investitionsstau, der durch die nicht erfolgte Umsetzung der in den letzten Jahren geplanten Baumaßnahmen entstanden ist. Eine einzige Maßnahme – der Außenbereich der Schule – wurde umgesetzt. Alle anderen Baumaßnahmen, auch die, für die bereits beantragte Fördermittel in Aussicht gestellt wurden, wurden schlichtweg nicht umgesetzt und von Jahr zu Jahr verschoben. Jetzt stehen wir vor einem Berg Baumaßnahmen, die natürlich nicht alle mit einem Haushalt finanzierbar sind und auch gar nicht in einem Jahr umgesetzt werden könnten. Zusätzlich sind uns mehrere hunderttausend Euro Fördermittel verloren gegangen. Wer für diesen Schaden zur Verantwortung gezogen werden muss, werden wir prüfen lassen.

 

Fakt ist, mit dieser Art der Verwaltungsführung können wir nicht zufrieden sein, können wir uns nicht zufrieden geben, wenn uns unsere Stadt am Herzen liegt.

 

Nur ein Neuanfang mit einer eigenen Verwaltung kann die Stadt Golßen noch retten!

UNABHÄNGIGKEIT bewahren ist das Gebot der Zeit

15. Oktober 2023

Frank Selbitz, Vorsitzender der Gemeinsamen Unabhängigen Bürgerlisten im Landkreis Dahme-Spreewald, Kreistagsabgeordneter im LDS

Als UNABHÄNGIGER Kandidat für den Landrat im Landkreis Dahme-Spreewald ist Sven Herzberger angetreten und hat mit einem beachtenswerten Wahlergebnis die Stichwahl in vier Wochen erreicht.

Eine Veränderung an der Spitze des Landkreises haben mehr als 70 Prozent der Menschen, die sich an der Wahl beteiligten, gewünscht und eine Veränderung wird es geben.

Der künftige Landrat wird dabei nicht nur die Verwaltung führen, aktuelle politische, vor allem infrastrukturelle, Probleme lösen, vor allem aber zwischen den Menschen im Landkreis Brücken bauen müssen.

Auch wenn die Blickrichtung Zukunft dabei weit auseinander geht, ist dies für die Entwicklung unseres Landkreises entscheidend und dabei ist parteipolitische UNABHÄNGIGKEIT das Gebot der Zeit.

© Foto: Jannis_Schulze

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

24. Januar 2023

Rede von Birgit Uhlworm bei der Gedenkveranstaltung der VVN am 22. Januar 2023

Liebe Anwesende!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Diese Forderungen aus dem Buchenwald-Schwur sind aktueller denn je.
Es gilt, den 3. Weltkrieg zu stoppen! Frieden ist das Gebot der Stunde.
Ich bin Birgit Uhlworm, heute hier eingeladen als Stadtverordnete, Vorsitzende der UBL-UFL-Fraktion und Mitbegründerin der Initiative für Frieden und Abrüstung Dahme-Spreewald.
Schon in den 90ern des letzten Jahrhunderts hat sich der damalige Vorsitzende des Seniorenrates, Manfred Müller, dafür eingesetzt, dass Königs Wusterhausen eine Stadt des Friedens wird.
Es dauerte bis zum Oktober 2017 – Königs Wusterhausen wurde Mitglied des weltweiten Bündnisses „Bürgermeister*innen für den Frieden“, das 1982 auf Initiative des Bürgermeisters von Hiroshima mit dem Ziel entstand, eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen. Den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich!
Ich bin froh, in einer Stadt des Friedens zu wohnen.
Aber 42 Kommunen des Friedens in Brandenburg, insgesamt vier in unserem Landkreis, sind nicht genug.
Setzen wir uns alle gemeinsam dafür ein, dass es mehr werden!
Und wir müssen mehr und sichtbarer werden, mehr tun, um den drohenden Weltbrand zu verhindern!
Seit Juli letzten Jahres halten wir jeden Donnerstag um 18 Uhr am Brunnen in der Bahnhofstraße eine Mahnwache für Frieden und Abrüstung ab. Kommen Sie vorbei! Zeigen Sie Gesicht!
Denn wir sind in prominenter Gesellschaft, Ex-Brigadegeneral und ehemaliger Militärberater der Bundeskanzlerin Angela Merkell, Erid Vad, sagt es, der US-amerikanische Generalstabschef Mark Milley sagt es, und selbst der Papst sagt es: Verhandlungen sind der einzig mögliche Weg.
Die Stadtverordnetenversammlung von Königs Wusterhausen hat auf Initiative der Vereinigten Bürgerfraktion mehrheitlich einen offenen Brief an den Bundeskanzler und die Regierung beschlossen. Sie fordert darin, alles zu unterlassen, was den Krieg in der Ukraine verlängert und alles dafür zu tun, dass die Waffen schweigen. Sowohl im Waffenkrieg als auch im Wirtschaftskrieg!
Wir brauchen mehr solcher Aufforderungen an den Bundeskanzler!
Denn wie sieht es aus?
Die Bundesrepublik Deutschland ist laut Wissenschaftlichem Dienst der Bundesregierung bereits Kriegspartei.
Waffen werden geliefert, und es sollen immer mehr werden.
Aber Waffen schaffen keinen Frieden.
Jeglicher Krieg tötet!
Das brachte schon Rosa Luxemburg vor mehr als 100 Jahren auf den Punkt, als sie nach ihrer Verurteilung folgendes schlussfolgerte:
„Man hat mich in Frankfurt zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil ich den Arbeitenden diesseits und jenseits der Grenzpfähle zugerufen habe: „Du sollst nicht töten!“
Nichts anderes tat ich, als dem Volk durch die einfache Tatsache die Augen zu öffnen, dass es ein verbrecherisches Beginnen ist, Kriege zu führen, Leichenhügel zu errichten, sich gegenseitig zu morden, statt mit allen Nationen und allen Rassen dieser Erde den Fortschritt zu fordern.
Es ist kein Wunder, dass in der heutigen Gesellschaftsordnung als Verbrechen gebrandmarkt wird, wenn man gegen den Völkermord predigt.
Diese Gesellschaftsordnung hier beruht ja auf dem organisierten Mord. Früher oder später wird ein Weltkrieg aus dem Nichts anderem als dem unaufhörlichen Rüsten.
Kein Wunder, dass ein Staat, der den Krieg unaufhörlich heraufbeschwört, dass dieser Staat diejenigen als Verbrecher stempelt, die das Ideal der Nächstenliebe, der menschlichen Gleichheit, der Völkerverbrüderung in die Köpfe und in die Herzen der Volksmassen tragen.
Ich will mich auf einen Zeugen berufen, das ist der Staatsanwalt hier in Frankfurt, der gesagt hat: was die Angeklagte mit ihrer Agitation gegen den Krieg getan hat, das ist ein Attentat auf den Lebensnerv unseres Staates.
Überlegen Sie sich den tieferen Sinn dieses Ausspruches. Der Lebensnerv dieses Staates, das ist der Militarismus. Nicht die Unterstützung der Hungrigen ist der Lebensnerv dieses Staates, sondern die Kasernen, die Bajonette, der Militarismus.
Wir wenden uns an das gesamte arbeitende Volk und diesem Volk sagen wir: ihr alle, Männer und Frauen der Arbeit, ihr zahlt ja Steuern für die Erhaltung dieses Staates und der Kriege und des Militärs und von euch hängt es ab, ein Veto einzulegen gegen diese halsbrecherische Politik der herrschenden Klassen.“
Das sagte Rosa Luxemburg vor mehr als 100 Jahren – fallen Ihnen Parallelen auf?
Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat einen Amtseid darauf geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.
Was sie tut, ist das Gegenteil davon – das Land in einen Krieg hineinzutreiben, das ist der größte Schaden, den Politik überhaupt anrichten kann. Die Politik verletzt seit Monaten auf unverzeihliche Art ihren Amtseid.

Wir müssen alle fordern:
Herr Bundeskanzler, stellen Sie sich aufrecht hin! Drücken Sie den Rücken durch und sagen Sie zur Abwechslung mal NEIN – keine deutschen Kampfpanzer an die Ukraine!
Wir wollen nicht zur Kriegspartei werden!
Sagen Sie es und zeigen Sie Souveränität – wir sind ein souveränes Land!
Denn wer verdient am Krieg? Die Rüstungsindustrie, die Energiekonzerne!
Die Leidtragenden sind wir alle – Männer, die sterben, Frauen, die um ihre Söhne und Männer trauern, wir, die wir die erhöhten Preise zahlen müssen.
Lassen wir es nicht mehr zu!
Erheben wir unsere Stimmen!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

 

Landkreis Dahme-Spreewald erinnert mit Kranzniederlegung in Wolsztyn an die Erlangung der Unabhängigkeit Polens 1918

11. November 2022

Pressemitteilung der Kreistagsfraktion UBL/FW/FWKW

Wolsztyn/Lübben. Im Rahmen des partnerschaftlichen Besuchs der Fraktion UBL/FW/FWKW des Landkreises Dahme/Spreewald im polnischen Landkreis Wolsztyn erinnert die Delegation an die Erlangung der Unabhängigkeit Polens vor 104 Jahren und legt im Namen des Landkreises Dahme-Spreewald am Mahnmal einen Gedenkkranz nieder.

In seiner Rede „Gedanken, Worte, nicht nur der Erinnerung anlässlich der Kranzniederlegung zum polnischen Nationalfeiertag am 11.11.2022“, anlässlich der Kranzniederlegung erinnert Fraktionsvorsitzender Frank Selbitz nicht nur an den historischen Sachverhalt mit einem Zitat des polnisch-amerikanische Historiker Mieczysław Biskupski, der die Rolle des Unabhängigkeitstages in der polnischen Gesellschaft mit folgenden Worten auf den Punkt bringt.

„Der November ist ein Monat der Reflexion für Polen, es beginnt mit Allerheiligen und endet mit dem Jubiläum des katastrophalen Aufstandes von 1830. In der Mitte des Monats ist der Unabhängigkeitstag. Der Platz des 11. Novembers in der polnischen Geschichte ist problematisch. Er braucht Betrachtung und wehmütige Reflexion. Es ist kein Tag für glückliche Feiern, es ist ein Tag fürs Gedächtnis.“

Selbitz spannt den historischen Bogen bis in die Gegenwart und hebt hervor, „Polens Geschichte ist eng mit dem Deutschen Volk verbunden … und gerade in der heutigen Zeit sei es mir gestattet, auf dieses besondere Verhältnis in der Mitte Europas einzugehen.

Frieden und die damit verbundene Unverletzlichkeit der Grenzen ist eine unverzichtbare Voraussetzung für das Miteinander, nicht nur unserer beider Völker. Doch dies, ist mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Situation, einer schweren Probe gegenwärtig unterzogen.

Und so ist das heutige Gedenken an die Historie für uns nicht nur Mahnung, sondern aktiver Bestandteil unseres gemeinsamen polnisch-deutschen Handelns, wie es im bilateralen Verhältnis auf partnerschaftlicher Ebene zwischen den Landkreisen Wolsztyn und Dahme-Spreewald zum Tragen kommt.

Wir, beide Landkreise, verstehen uns als Bestandteil eines friedlichen Zusammenlebens beider Länder, Polen und Deutschland, nicht nur im Herzen Europas, sondern weit darüber hinaus, weltweit.

Offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg

29. Februar 2020

29. Februar 2020  

Es ist FÜNF (Sekunden) vor ZWÖLF

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident unseres Landes Brandenburg, sehr geehrter Herr Woidke,

wir alle, die ein ehrenamtliches kommunalpolitisches Mandat übernommen haben, wollen dies im Interesse der Bürger und Bürgerinnen unseres Landkreises, der Städte, Ämter und Gemeinden ausüben. Wir haben abzuwägen, miteinander zu diskutieren und zu entscheiden, die getroffene Entscheidung zu akzeptieren und in der Praxis umzusetzen.

In seltenen Fällen kommt es dazu, dass diese Entscheidungen nicht allseits akzeptiert werden und einer juristischen Prüfung zugeführt werden und in noch selteneren Fällen führt es dazu, dass kommunale Wahlbeamte nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander arbeiten.

Einen solchen Fall haben wir aktuell im Landkreis Dahme Spreewald, dessen Lösung, trotz verschiedener Bemühungen aus dem kommunalpolitischen Raum, nicht in Sicht ist. Stattdessen dreht sich die „Spirale des Gegeneinanders“ zwischen dem Landrat des Landkreises und dem Bürgermeister der Stadt Königs Wusterhausen in sozialen Netzwerken und in der freien Presse täglich weiter.

Die Souveränität der von den Bürgern und Bürgerinnen gewählten „Souveräne“, der obersten Beamten von Landkreis Dahme-Spreewald und der Stadt Königs Wusterhausen, scheint verloren gegangen zu sein. Statt im Interesse der Bürger und Bürgerinnen miteinander tätig zu werden, entsteht ein kommunalpolitischer Schaden der unverantwortlich ist.

Ein Ende der „Spirale des Gegeneinanders“ ist nicht in Sicht. Um einen irreparablen Schaden von den Gebietskörperschaften der betroffenen Region im Land Brandenburg, vor allem aber von den dann betroffenen Bürgern und Bürgerinnen, abzuwenden, richte ich an Sie, sehr geehrter Herr Woidke, als „Landesvater“, die Bitte, dringend mediativ einzugreifen.

„Es ist FÜNF (Sekunden) vor ZWÖLF.“

Das fachliche, sachliche Thema, an dem sich die Gegensätzlichkeit entzündet hat, bedarf wahrscheinlich einer juristischen Wertung.

Mit meinem Brief geht es mir jedoch um das (Wieder)Erreichen des Miteinanders im kommunalpolitischen Leben, das aktuell von einer sich rasant schneller drehenden und wachsenden Spirale des Gegeneinanders geprägt wird.

Frank Selbitz
Vorsitzender der Gemeinsamen Unabhängigen Bürgerlisten im
Landkreis Dahme-Spreewald
Kreistagsabgeordneter im Landkreis Dahme-Spreewald